Woche der Brüderlichkeit 2022 eröffnet - Apelle für ein Ende des Krieges in der Ukraine

6.3.2022 Im Rahmen der zentralen Eröffnung der "Woche der Brüderlichkeit" sind am Sonntag in Osnabrück der Präsident des Sportclubs Eintracht Frankfurt, Peter Fischer, und der jüdische Sportverband Makkabi Deutschland, vertreten durch seinen Präsidenten Alon Meyer, mit der Buber-Rosenzweig-Medaille geehrt worden.

Die Grußworte des niedersächsischen Ministerpräsident Stefan Weil und des Parlamentarischen Staatssekretärs im Bundesinnenministerium Mahmut Özdemir sowie die Laudatio auf die Preisträger von der Journalistin Esther Schapira standen deutlich im Schatten des Krieges in der Ukraine. Übereinstimmend unterstrichen alle Reden umso mehr die Dringlichkeit jener Worte, die das Motto der diesjährigen Woche der Brüderlichkeit bilden und für die beide Preisträger überzeugend einstehen: "Fair Play - Jeder Mensch zählt".

So hat sich Peter Fischer mit seiner klaren Haltung gegen rechts, gegen Antisemitismus und Rassismus weit über den Sport hinaus einen Namen gemacht. Und Makkabi Deutschland gibt ein herausragendes Beispiel dafür, Sport als Brücke zwischen Menschen unterschiedlicher Herkunft und Religion zu sehen. In ihrer Laudatio lobte die Journalistin und Filmemacherin Esther Schapira, selbst Preisträgerin der Buber-Rosenzweig-Medaille 2007, die beiden Preisträger als "mutige Stimmen", die in ihrem Kampf gegen Rassismus und Antisemitismus nicht müde werden und sich für Weltoffenheit und Toleranz einsetzen. Dies sei mit Blick auf aktuelle Entwicklungen umso wichtiger: "Aufstehen, reden, sich einmischen – mehr können wir nicht tun. Weniger dürfen wir nicht tun."

Welch schreckliche Folgen es hat, wenn man sich dem "Fair Play" verweigere und die Einsicht, "jeder Mensch zählt" ignoriere, zeige der aktuelle Krieg in der Ukraine, betonte der jüdische Präsident des DKR, Rabbiner Prof. Dr. Andreas Nachama. In seiner Eröffnungsrede zur Woche der Brüderlichkeit erinnerte er an den jüdischen Brauch, bei bestimmten Gebeten drei Schritte zurück zu gehen, denn "nur wenn man auch seine Position verändert, kann man zum Frieden beitragen. Mögen die, die über die Beendigung des Kämpfens entscheiden, sich dies zur Devise machen. Unser Motto für dieses Jahr - 'Fair play' – heißt jetzt vor allem: Ende von Krieg. 'Jeder Mensch zählt' – ist Ende von kriegerischen Mitteln!"

Weitere Informationen zur Eröffnungsfeier inkl. dem Wortlaut der Reden von Esther Schapira und Rabbiner Andreas Nachama:
Woche der Brüderlichkeit 2022

    

Editorische Anmerkungen

Quelle: Deutscher Koordinierungsrat.